Der Karateverein Laupheim e.V. bietet in Zukunft Kurse für Menschen mit Beeinträchtigungen an. Hierbei wird der Karateverein Laupheim e.V. vom  Karateverband Baden-Württemberg unterstützt.

Nähere Informationen unter folgender Telefonnummer 0172/74 76 338.

Sie können auch Informationen bei der Deutschen Lebenshilfe e.V. abrufen.

Im Karate-Sport für Menschen mit Beeinträchtigungen hat sich in der letzten Zeit eine Entwicklung vollzogen, die positive Auswirkungen auf die Steigerung der Leistungsfähigkeit für beeinträchtigte Menschen und auf ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft hat.
Sportler und Trainer haben erkannt, dass sich auch bei Menschen mit leichteren Beeinträchtigungen die Erkenntnisse der Trainingswissenschaften auf den Leistungssport übertragen lassen, wenn sie an deren Bedürfnisse und Möglichkeiten angepasst worden sind. Daraus erwuchs eine intensive Zusammenarbeit mit Trainern. 

Die von der WKF erstellten karatespezifischen Startklassensysteme sollten in der Folge eine grundlegende Umstrukturierung des Sports für Menschen mit Beeinträchtigung vom Breiten- hin zum Leistungssport erfahren. Die Anerkennung dieser Systeme sollte heute die Grundlage der Leistungssportentwicklung im nationalen und internationalen Karate für Menschen mit Beeinträchtigungen sein. Zu diesem Zweck hat die WKF die Abteilung „Karate für Menschen mit Beeinträchtigungen“ gegründet, in welcher Karate für Menschen mit Beeinträchtigungen organisiert wird.

Ziele des Karate für Menschen mit Beeinträchtigungen, das sich als Breitensport für alle versteht
Der allgemeine Karatesport/die Kampfkunst Karate für Menschen mit Beeinträchtigungen soll:                

• Einen Ausgleich schaffen zur Bewegungsarmut
• Der Gesundheitsvorsorge dienen (im o. g. Sinne: physisch, psychisch, sozial)                   
• Spiel und Spaß vermitteln
• Soziale Kompetenz (z. B. Fairness, Empathie, Teamfähigkeit,
  Führungsqualitäten) fördern Kommunikation zwischen Menschen                                         
  mit und ohne Beeinträchtigungen stärken
• Gesellschaftlich benachteiligte Gruppen gezielt fördern und integrieren
• Leistungsfähigkeit und Leistungsvergleich (Wettkämpfe) fördern
• Den internationalen Austausch (z.B. intern. Wettkämpfe) fördern
• Einen Beitrag zur Identifikation mit der Karatesport/Kunst leisten
• Ein Anlass für innovatives konzeptionelles Arbeiten sein
• Ein Übungsfeld zu sportwissenschaftlichen Forschungen sein

Förderung für geistig Beeinträchtigte


Geistige Beeinträchtigung ist keine Krankheit. Sie bringt vor allem eine Beeinträchtigung der intellektuellen Fähigkeiten eines Menschen mit sich, nicht aber seiner sonstigen Wesenszüge, wie zum Beispiel der Fähigkeit Freude zu empfinden oder sich wohl zu fühlen. Menschen mit geistiger Beeinträchtigung benötigen oft viel Hilfe und Unterstützung und durch spezielle Förderung und Begleitung können sie lernen, ein Leben zu führen, das dem von Menschen ohne Beeinträchtigung weitgehend gleicht.

Es gibt viele Ursachen für geistige Beeinträchtigungen. Sie können vor, während oder nach der Geburt entstehen, z.B. als Folge einer bestimmten Anordnung der Erbinformationen aber auch durch mangelnde Sauerstoffversorgung des kindlichen Gehirns beim Geburtsvorgang. Sie können durch Krankheit oder Verletzungen, z.B. bei einem Unfall verursacht werden.

In Deutschland leben heute rund 420.000 Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. (Rund sechs von tausend Kindern, die in der BRD geboren werden, sind geistig beeinträchtigt.) Rund 150.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden durch die Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. mit ihren über 500 Orts- und Kreisvereinigungen betreut. Neben der Unterhaltung von rund 3.000 Einrichtungen, wie z.B. mobile und ambulante Dienste, Frühförderstellen, Familienentlastende Dienste, Kindergärten, Schulen, Werk-und Wohnstätten zur Förderung von Menschen mit geistiger Beeinträchtigungen und zur Unterstützung ihrer Angehörigen, bietet die Lebenshilfe auch Freizeitangebote an.

Text: Anton Klotz, Karateverband Baden-Württemberg e.V

 


 
Karateverein Laupheim – Fechten, Gewaltprävention/Selbstverteidigung, Präventions-/Gesundheitssport